Natur- und Vogelschutzverein Oensingen

Grundkurs Ornithologie 2020

Lerne die Vogelwelt der Schweiz kennen!
Grundkurs Vogelbestimmung
Der ornithologische Grundkurs der Natur- und Vogelschutzvereine Egerkingen, Härkingen, Neuendorf  und Oensingen bietet dir die Möglichkeit, dich ohne Vorkenntnisse und mit wenig Zeitaufwand mit den wichtigsten
einheimischen Vogelarten und ihrer Lebensweise vertraut zu machen.

Hast du dich auch schon gefragt, welche Vögel im Winter Dein Futterhäuschen besuchen? Welcher Greifvogel da am Himmel kreist? Wessen Gesang du morgens beim Aufwachen hörst und warum Vögel überhaupt singen? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhältst du an den fünfzehn Kursanlässen.

 

Voraussetzungen und Kursziel
Interesse an der Vogelwelt – Vorkenntnisse sind keine nötig! Für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren. Du erkennst durch den Kursbesuch die häufig zu sehenden und zu hörenden Vögel unserer Region und kennst spannende Fakten zu den einzelnen Arten, ihren Lebensräumen und den Vögeln allgemein. Der Kurs verstärkt auch deine Achtsamkeit für deine direkte natürliche Umwelt und lässt künftige Spaziergänge noch spannender werden.

 

Kosten
Die Kursteilnahme kostet 300.- pro Person (inkl. Kursordner und Gebirgswochenende). Jugendliche unter 18 Jahren und Mitglieder der vier Vereine erhalten eine Ermässigung von 100.-.

 

 Ausrüstung
Ein Feldstecher für die Exkursionen ist empfehlenswert. Wir geben Tipps, wenn du dir einen kaufen möchtest. Bestimmungsbücher sind auch hilfreich. Wir geben vor Kursbeginn eine Sammelbestellung auf.

 

 Termine
Die Theorieanlässe finden jeweils am Freitagabend um 18.30 Uhr statt und dauern
2.5 Stunden. Auf die Theorie folgend finden (mit wenigen Ausnahmen) am Samstagvormittag die Exkursionen statt (Ende jeweils spätestens 11.30 Uhr). Alle Anlässe werden von erfahrenen Naturkennern geleitet.

 

Infoabend
22.11.2019, 19.00 Uhr
Schulhaus Kleinfeld in Egerkingen

 

Theorie Exkursion
Wasservögel I Fr 10.1.20 Sa 11.1.20 (nachmittags)
Vögel im Wald I  Fr 6.3.20 Sa 7.3.20
Wasservögel II Fr 27.3.20 Sa 28.3.20
Vögel im Siedlungsraum Fr 17.4.20 -
Vögel in Parks und Gärten Fr 1.5.20 Sa 2.5.20
Vögel im Wald II Fr 15.5.20 Sa 16.5.20
Vögel im Kulturland Fr 5.6.20 Sa 6.6.20
Vögel im Gebirge Fr 19.6.20 Sa/So 15./16.8.20 (zweitägig)
Abschlusstest und –fest Fr 4.7.20

Anmeldung bis 10.12.19: Markus Peier, Ausserbergstrasse 15, 4702 Oensingen,

markus.peier66(at)gmail.com, 076 396 13 81, oder per Formular unten. 

Anmeldung Grundkurs Ornithologie 2020

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Jubiläumsfilm 50 Jahre Natur und Vogelschutzverein Oensingen

Endlich ist es soweit... unser Jubifilm ist auf Youtube hochgeladen.

Auf folgendem Link gelangt ihr zum Film:

 

https://www.youtube.com/watch?v=I25LJyvbGpo&t=4s

 

Viel Spass beim anschauen!!

Bericht und Fotos zum Jubifest NVVO 15.06.2019

Vor ziemlich genau 2 Monaten durfte der Natur- und Vogelschutzverein sein 50-jähriges Bestehen feiern. Daniel Peier hat sich die Zeit genommen und einen sehr schönen Bericht für die Solothurnerzeitung bzw. für das Oltner Tagblatt verfasst... leider vergebens. Keine der beiden Zeitungen nahm sich die Mühe, den Bericht zu veröffentlichen. Schade !!!!!

 

Hier könnt ihr den Bericht lesen und anschliessend die Fotos dieses würdigen Anlasses in aller Ruhe anschauen.

Viel Spass!!!

 

50 Jahre Natur- und Vogelschutzverein Oensingen

Kürzlich feierte der Natur- und Vogelschutzverein Oensingen seinen 50-gsten Geburtstag. Nach einer intensiven und arbeitsreichen Vorbereitungszeit konnten die NVVO-ler endlich zeigen, wie sie sich das Fest zu einem Vereinsjubiläum vorstellten. Als sich die Pforten des Bienkensaals öffneten warteten bereits einige Besucher darauf, sich am wunderschön eingerichteten Ausstellungsstand einen der 50 Hochstammobstbäume zu ergattern, welche von den Oensinger Naturschützern verschenkt wurden. Im Nu war die Hälfte der Obstbäume an den Mann, resp. an die Frau gebracht. Der Rest der 50 Bäume fand im Verlaufe des Tages seinen Besitzer. Die Bäume werden jedoch erst im Herbst zum Abholen bereit stehen, dann wenn die ideale Zeit zur Baumpflanzung beginnt.

Auf einem Rundgang durch den Bienkensaal wurde den interessierten Besuchern einiges in Sachen Naturschutz und Naturschutzarbeit geboten. Das Problem des Litterings wurde erläutert und mit Hilfe von Infotafeln konnte man sich Tipps holen, wie im eigenen Garten ein Beitrag zur Biodiversität geleistet werden kann. Damit die Besucher der Ausstellung ihren Drang zur Biodiversität gleich vor Ort stillen konnten, wurden einheimische Topfpflanzen zum Preis von 50 Batzen verkauft. Über 300 Pflanzen wechselten den Besitzer. Die Insekten  in den jeweiligen Gärten werden sich freuen.Unmittelbar neben dem Wildpflanzen befand sich der Infostand, der das Naturschutzgebiet „Oensinger Ravelle“ portraitierte. Auf einem, die Ravelle darstellenden Steinhaufen, und auf interessant gestalteten Infotafeln wurde die Einzigartigkeit der Ravelle gezeigt. Besonders die Pflanzenwelt der Ravelle ist bemerkenswert. So kommt denn, nebst all den vielen Seltenheiten, gar eine Pflanze vor, die in der ganzen Schweiz lediglich auf der Ravelle beheimatet ist. Es handelt sie dabei um den Felsenbauernsenf (Iberis Saxatilis).

An einem lauschig eingerichteten Stand mit Sitzbänklein und vielen Pflanzen bestand die Möglichkeit, in die Vereinsgeschichte einzutauchen. Auf den vielen Fotos entdeckte manch einer sich selbst aus einer früheren Zeit des Vereins, oder irgendein bekanntes Mitglied aus der Geschichte des NVV-Oensingen.

Am Stand der Wildtierpflegestation erfuhr man viel Interessantes über den Betrieb dieser äusserst wichtigen Institution mit Sitz in Utzenstorf. Auf dem Areal des Schlosses Landshut ist die Wildtierpflegestation beheimatet. Mit sehr viel Liebe und Enthusiasmus kümmern sich die Tierpfleger und ehrenamtlichen Helfer um verletzte, verunfallte und kranke Wildtiere. Vom Spatz bis zum Reh wird jeder Kreatur geholfen, um sie dann nach der Genesung wieder in die Freiheit zu entlassen.Dreimal an diesem Tag hielt der Falkner, der mit seinem Habicht „Rooney“ zu Gast war, seinen Vortrag. Bis zu 80 Zuhörer lauschten den Worten des Falkners, und manche Kinderhand streichelte Rooney, welcher das Prozedere in aller Ruhe über sich ergehen liess. Am Stand des Falkners waren alle in der Schweiz brütenden Greifvögel zu bestaunen, die meisten davon als Präparat, oder wenigstens als Bild.

Im Wechsel zum Auftreten des Falkners wurde ein eigens für das Jubiläumsfest hergestellter Film über den NVVO gezeigt. Mit fantastischen Bildern, untermalt mit Kommentaren und Musik, wurde den Zuschauern die Arbeit des Vereins vorgestellt.

Auf dem Platz vor dem Bienkensaal wurden die Besucher in die Geheimnisse der Honigbiene eingeführt. Dank eines Schaukastens, bestückt mit einem Bienenvolk, konnten die staunenden Besucher den Bienen in die Stube schauen. Auf der Bühne des Bienkensaals standen mehrere Fernrohre. Auf dem Balkon des Bienkensaals wurden Präparate von acht Vögeln aufgestellt. Nun konnten die Besucher der Ausstellung versuchen, die Vögel zu bestimmen. Für die richtige Bestimmung gab’s ein Chrömli, ein „Vogelnestli“.

Während der ganzen Ausstellungszeit konnten mit Feinem vom Grill, allerlei Getränken und Kaffee und Kuchen Hunger und Durst gestillt werden.

Am späten Nachmittag wurden die Tore der Ausstellung geschlossen und das Fest für die geladenen Gäste, Sponsoren und Vereinsmitglieder begann. Hauptattraktion des Abends war die Improvisations-Schauspielgruppe „Dito“ und natürlich die Festrednerin Barbara Schlup. Frau Schlup verstand es, mit treffend gewählten Worten auf die grossen Probleme unserer Natur aufmerksam zu machen, ohne dabei in eine Schwarzmalerei zu verfallen.

Die SchauspielerInnen von „Dito“ entlockten mit der Darstellung von Geschichten aus dem Vereinsleben und aus dem Naturschutz, den Zuschauern so manchen fröhlichen Lacher.

Der ganze Tag war ein einziger Augen- und Ohrenschmaus. dpo

 

Fotos Aufbau

Fotos Ausstellung

Fotos Festakt

 

Vogel des Jahres 2019

Der Vogel des Jahres 2019 ist unser "Wappentier", der Kiebitz:

Foto: Michael Gerber

Ein unverwechselbarer Vogel

Der Kiebitz fällt durch seine von weitem schwarze, von nahem in allen Farben schillernde Oberseite und den weissen Bauch auf. Diese Farbgebung sorgt bei einem fliegenden Schwarm für einen blinkenden Effekt. Speziell ist seine lange, abstehende Federholle am Hinterkopf.

Spezielle Jagdtechniken

Kiebitze ernähren sich überwiegend von kleinen Bodentieren. Dazu wenden sie zwei verschiedene Techniken an. Bei der einen verharren sie nach einer Reihe von schnellen Schritten einen kurzen Moment an Ort. In dieser Position lauschen sie nach allfälliger Beute und picken diese auf. Die zweite Technik ist das „Bodenklopfen“ oder „Fusstrillern“. Dabei stehen sie auf einem Bein und bewegen das andere rasch vibrierend auf und ab, ohne den Bodenkontakt zu verlieren. Auf diese Weise simulieren die Kiebitze Regen, was Beutetiere wie Regenwürmer aus der Erde lockt.

Vom Feuchtgebiet- zum Ackerbewohner

Ursprünglich bewohnte der Kiebitz in der Schweiz feuchte Wiesen. Als Folge der Trockenlegung vieler Moore und Feuchtwiesen zur Gewinnung von Landwirtschaftsland brach der Kiebitz-Bestand bis Mitte des letzten Jahrhunderts massiv ein. Die Art wechselte dann auf Ackerflächen. Die darauf folgende Bestandserholung dauerte aber nicht lange.

Gefährdung durch intensive Landwirtschaft

Die fortschreitende Intensivierung der Landwirtschaft wurde den Kiebitzen nochmals zum Verhängnis: Durch die intensive Nutzung des Kulturlandes mit zahlreichen Bewirtschaftunsgängen wurden Nester zerstört und Jungvögel überfahren. Jungvögel rennen bis zum Alter von drei Wochen nicht weg, sondern ducken sich bei Gefahr auf den Boden. Dieses Verhalten nützt bei Maschinen nichts. Wegen der massiven Anwendung von Pestiziden fehlt auch oft die Nahrung in Form von Insekten. In melioriertem Ackerland mangelt es an Feuchtmulden, was sich in trockenen Sommern katastrophal auswirkt, da die Nahrung für die Jungen nicht zugänglich ist. Der Bestand wurde 1975 auf mindestens 1000 Paare, 1995 auf rund 450 Paare geschätzt. 2005 erreichte er mit 83 Paaren seinen Tiefstand.

Zusammenarbeit mit Landwirten bringt Erfolg

Vor circa 15 Jahren starteten daher BirdLife Schweiz und die Schweizerische Vogelwarte verschiedene Schutzprojekte. Die Kiebitze werden nach dem Nestbau grossflächig durch Elektrozäune vor Prädatoren geschützt. In enger Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern begleiten Naturschützer alle landwirtschaftlichen Arbeiten, damit weder Eier noch Jungvögel zerstört werden. Mit den Bewirtschaftern wird vereinbart, dass sie bei der Mahd von Wiesen ein Mosaik aus geschnittenen und stehengelassenen Grasstreifen schaffen, um den Jungen den Zugang zur Nahrung und Schutz gegen Feinde aus der Luft zu gewähren. Zudem wurden Ackerflächen mit feuchten Stellen aufgewertet. Diese Schutzbemühungen leiteten eine Trendwende ein: 2018 gab es in der Schweiz wieder 206 Brutpaare, doch ist der Bestand noch zu klein, als dass er sich ohne Massnahmen erhalten könnte.

Quelle Text: https://www.birdlife.ch/de/content/vogel-des-jahres-2019-kiebitz

Foto: Stiftung Frauenwinkel

Tier des Jahres 2019

Das Tier des Jahres 2019 ist das Glühwürmchen!

Foto: Biosphoto / Stephen Dalton)

Unsere Tierwelt ist eine Welt der Insekten. Von rund 36'000 in der Schweiz bekannten Tierarten gehören 30'000 zu den Insekten. Wo es den Insekten gut geht, ist die Natur in Ordnung. Doch die Wunderwelt der Insekten zerfällt in beängstigender Geschwindigkeit. Lebensraumzerstörung, Pestizide, Lichtverschmutzung und andere Faktoren setzen ihr zu. Die Folgen für Natur und Mensch sind schwerwiegend. Das erkennen immer mehr Menschen, aufgeschreckt durch alarmierende Erkenntnisse der Wissenschaft. Auf diese Fakten und Probleme, aber auch auf praktische Lösungen wirft das Glühwürmchen 2019 sein magisches Licht.

Glühwürmchen-Larve greift Schnecke an  (Foto: Fotolia / Schmutzler-Schaub) Foto: Fotolia / Schmutzler-Schaub

Erst ganz am Ende seines Lebens verzaubert das Glühwürmchen in lauen Sommernächten die Landschaft mit seinen Lichtpunkten. Zuvor hat es rund zwei Lebensjahre als Larve verbracht. Seine Nahrung in dieser Zeit sind Schnecken. Dabei sind die Larven nicht wählerisch: Ob gross, klein, mit oder ohne Häuschen – die Larve erbeutet, was sie kriegen kann. Ihre rüden Jagdmethoden passen nicht ins romantische Bild vom Glühwürmchen als feenhaftes Lichtwesen.

Wie schwarzbraune Mini-Krokodile pirschen sich die Larven an ihre oft viel grösseren Beutetiere heran. Sie töten die erbeutete Schnecke mit Giftbissen und fressen sie innert eines Tages ganz auf. Ein besonderes Schwanzorgan hilft der Larve dabei, sich nach der schleimigen Mahlzeit gründlich zu reinigen.

Die Larven verfügen über Abwehrgifte. Sie sind für mögliche Fressfeinde ungeniessbar und warnen diese durch aufleuchtende Lichtpunkte am Hinterleib. Das Licht ist nicht so stark wie das Paarungssignal ausgewachsener Tiere, aber auf eine Distanz von 1-2 Metern gut sichtbar. Im Winter, wenn die Schnecken nicht erreichbar sind, fallen die Larven in eine Winterruhe.

Quelle: https://www.pronatura.ch/de/tier-des-jahres-2019-gluehwuermchen